Schuppanzigh-Quartett

Die Musiker

Anton Steck

Anton Steck

1. Violine

Anton Steck (erste Violine) gründete 1996 das Schuppanzigh-Quartett. Er spielt auf Instrumenten von Jacobus Stainer (Absam 1652) und von Alessandro Gagliano (Neapel 1701).

„Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum“ - stammt zwar nicht von mir, spiegelt aber meine Haltung zu 100% wider!

Nach seinem Studium bei Reinhard Goebel in Amsterdam wurde Anton Steck im Alter von 25 Jahren Konzertmeister des legendären Ensembles „Musica Antiqua Köln“, später wechselte er zu „Les Musiciens du Louvre“ nach Paris und danach zu „Concerto Köln“. Als Solist und als Primarius des „Schuppanzigh-Quartett Köln“ konzertiert Anton Steck weltweit. Er spielt regelmäßig im neu eröffneten Zentrum für Kunst und Kultur in Kaohshiung (Taiwan) und wird ab 2019 mit seinem neu gegründeten Orchester „Sinfonia Concertata“ auf Tournee sein. Die University of Oxford hat ihn als Speaker zur diesjährigen Konferenz „Transforming C19 HIP“ im September (2018) eingeladen. 2019 wird Anton Steck „Artist in Residence“ in der „Musikakademie für Bildung und Aufführungspraxis Kloster Michaelstein“ sein.

Zu seinen erfolgreichsten CD-Produktionen der letzten Jahre zählen die Violinkonzerte von Vivaldi „Concerti di Sfida“ (Modo Antiquo / F. Sardelli), die von Steck wiederentdeckten romantischen Konzerte von Bernhard Molique (L‘arpa festante / Chr. Spering) und die Aufnahme des Beethoven Violinkonzertes in der Erstfassung nach dem Autograph (L’arpa festante / M. Halls).

Im Jahr 2000 erhielt Steck den Ruf als Professor für Barockvioline und Ensembleleitung an der Musikhochschule Trossingen. Zudem gibt er regelmäßig Kurse im In- und
Ausland.

Katja Grüttner

Katja Grüttner

2. Violine

Katja Grüttner (zweite Violine) spielt auf einem Instrument von Francesco Emiliani, Rom 1734.

„Im Quartett zu spielen berührt mich im Innersten, vier Musiker verbinden sich zu einem Gedanken, zu einer Emotion.“

Katja Grüttner verbrachte ihre Kindheit in Schweden und begann mit vier Jahren, Violine zu spielen. Ihre musikalische Ausbildung setzte sich am Nürnberger Konservatorium und anschließend an der Musikhochschule Rostock in den Klassen Hutcap-Ozim und Munteanu fort. Nach einem Jahr als festes Mitglied im European Union Baroque Orchestra studierte sie bei Anton Steck historische Aufführungspraxis. Viele Impulse zur Alten Musik bekam sie auch während ihres zweijährigen Aufenthaltes an der Schola Cantorum Basiliensis und in Kursen bei Reinhard Goebel, Ton Koopman, Lars Ulrik Mortensen, Rachel Podger und Elizabeth Wallfisch.

Seit 1999 arbeitet Katja Grüttner als freiberufliche Geigerin in ganz Europa. Einen festen Platz als Barockgeigerin hat sie in Orchestern wie dem Balthasar-Neumann-Ensemble unter Thomas Hengelbrock, dem Elbipolis-Barockorchester Hamburg und den im Kölner Raum beheimateten Ensembles Capella Augustina, Das Neue Orchester, Ensemble 1700, Kölner Akademie, Neue Düsseldorfer Hofmusik, Harmonie Universelle und l’arte del mondo.

Christian Goosses

Christian Goosses

Viola

Christian Goosses (Viola) spielt auf einem Instrument von Joseph Doser (Freising), um 1800.

„Mir geht es um lebendiges Musizieren für ein modernes Publikum. Diesem möchte ich Charme, Spritzigkeit und Ausdruck der Musik vergangener Epochen nahe bringen.“

Christian Goosses studierte Viola an der Musikhochschule Freiburg bei Ulrich Koch. Anregungen erhielt er in dieser Zeit außerdem von Rainer und Jürgen Kußmaul, Emanuel Hurrwitz, Hatto Beyerle und Rudolph Metzmacher. Bald wuchs sein besonderes Interesse für die „historische Aufführungspraxis“. Christian Goosses trat in Kontakt zur „Alte Musik“- Szene, spielte in Nicolaus Harnoncourts Concentus Musicus Wien und in Reinhard Goebels Musica Antiqua Köln. Außerdem musizierte er in Spezialensembles wie La Stagione Frankfurt, Concerto Köln und Cantus Cölln. In Freiburg war er einer der Initiatoren des Freiburger Barockorchesters, mit dem er durch Europa, nach Amerika und auch nach Südostasien reiste.

Christian Goosses war an zahlreichen CD-Einspielungen und auch DVD-Produktionen beteiligt, unter anderem für die Deutschen Grammophon und harmonia mundi france. Sie weisen ihn als vielseitigen Künstler aus, der zwischen Tradition und Gegenwart vermittelt. Neben seiner Aktivität im Schuppanzigh-Quartett bezeichnet er das Musizieren in kleineren Ensembles als seine „wahre Berufung“. Mit Anton Steck widmete er sich etwa 2008 auf CD Haydns Sonaten für Violine und Viola (Accent). Eine wichtige Aufgabe für ihn ist die Weitergabe seiner Erfahrungen an junge Musiker, daher leitet er Kurse für Kammermusik und Bratsche.

Werner Matzke

Werner Matzke

Violoncello

Werner Matzke (Violoncello) spielt auf einem englischen Cello von ca. 1820.

„Zu den wichtigsten Dingen zähle ich die Spontaneität im Konzert. Ich will den Zuhörern etwas mitteilen und spüren, wie sie reagieren.“

Werner Matzke entdeckte schon während seines Studiums die Liebe zum Barockcello. 1985 wurde er Solocellist bei Concerto Köln, dessen Weg an die internationale Spitze er mit gestaltete. Häufig musizierte er mit Spitzenorchestern wie dem Concerto Vocale unter René Jacobs oder der Akademie für Alte Musik Berlin. Seit 2011 ist er außerdem Solocellist des Amsterdam Baroque Orchestra unter Ton Koopman und seit der Gründung 2012 Solocellist des Dresdner Festspielorchesters.

Er zählt zu den profilierten Cellisten der „Alten Musik“-Szene. Auch aus der Mitte des Orchesters macht er deutlich, dass der Basso Continuo die Gestaltungszentrale einer Komposition sein kann.

Auch als Solist trat Werner Matzke bereits auf. Das dokumentiert etwa die Weltpremiere des von ihm wiederentdeckten Cellokonzerts C-Dur von Carl Stamitz oder 2008 bis 2013 die Gesamtaufnahme von Bachs Suiten für Violoncello solo. Neben seiner Arbeit im Schuppanzigh-Quartett ist er ein leidenschaftlicher Kammermusiker und legte vielbeachtete CDs mit Werken von Carl Friedrich Abel oder John Dowland vor. Seit 2010 leitet er die Klasse für Barockcello an der Musikhochschule Trossingen und gibt Kurse im In- und Ausland.